Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung? Einnahmen, Kosten, Rendite

Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung?

Letztes Update: 12. März 2026

Der Artikel zeigt dir, wie viel du mit einer Ferienwohnung verdienen kannst. Er erläutert typische Einnahmen pro Saison, Auslastung, laufende Kosten, Steuern und Gebühren sowie ihre Auswirkungen auf die Rendite. Enthalten sind Beispielrechnungen und praktische Optimierungstipps.

Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung – der ehrliche Kassensturz

Der Reiz der kleinen Bilanz

Eine Ferienwohnung klingt nach Freiheit und Rendite. Gäste zahlen, während Sie schlafen. Doch hinter jedem Buchungskalender steht eine kleine Bilanz. Sie zeigt, ob Ihr Einsatz sich lohnt. Genau hier setzt die Frage an, die viele umtreibt: Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung. Die Antwort ist kein Geheimnis, aber sie ist auch nicht trivial. Sie hängt an Ort, Preis, Auslastung und Kosten. Und an Ihrem eigenen Einsatz.

Damit Sie gute Entscheidungen treffen, lohnt ein Blick tief in die Zahlen. Nicht trocken, sondern praxisnah. Was bleibt am Ende des Jahres auf Ihrem Konto? Was frisst die Marge auf? Und wo drehen Sie an den Hebeln, die sich wirklich lohnen? Schritt für Schritt wird daraus ein klares Bild. Das Ziel: Sie sehen, was möglich ist. Und was nötig ist, damit es klappt.

Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung

Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an. Die lange Antwort zeigt Muster. Laut Fewo-Direkt bringt eine typische Ferienimmobilie im Schnitt 14 000 Euro Umsatz im Jahr. Sie ist rund 24 Wochen belegt. Vor Steuern sind das etwa drei Prozent des Kaufpreises, wenn die Immobilie auf Kredit gekauft wurde. Das sind Richtwerte. Sie sind hilfreich, wenn Sie Ihren Markt prüfen. Doch sie ersetzen nicht die eigene Rechnung. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung, wenn Lage, Größe und Konzept anders sind? Das klären Sie mit wenigen Kennzahlen.

Denken Sie in drei Blöcken. Erstens die Einnahmen: Übernachtungspreis, Nebenerlöse und Belegung. Zweitens die Kosten: Fix und variabel. Drittens die Steuern und die Finanzierung. Wenn Sie diese Blöcke im Griff haben, ist die große Frage planbar. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung wird dann zur Kennziffer, nicht zur Hoffnung.

Die Einnahmeseite: Preis, Auslastung, Kanäle

Der Bruttoumsatz entsteht aus Preis und Auslastung. Beides hängt stark von der Lage ab. Strandnähe, Alpenpanorama oder Citylage lassen die Zahlungsbereitschaft steigen. Größe und Ausstattung heben den Preis weiter. Ein gutes Bett, leise Räume und sauberes Design zahlen sich aus. Dazu kommen professionelle Fotos. Sie entscheiden im Netz oft binnen Sekunden über den Klick.

Der zweite Hebel ist die Auslastung. Saisonale Spitzen lassen Kassen klingen. Flautezeiten drücken den Schnitt. Wer ganzjährig buchbare Gründe schafft, gewinnt. Das kann eine Sauna sein, ein Kamin oder Homeoffice-Komfort. Auch Zusatzangebote zählen. Später Check-out, Parkplatz, E-Bike-Ladung oder ein Wäschepaket bringen kleine, aber stabile Erlöse. Sie sind planbar. Und sie polstern schwache Wochen.

Grundformel für den Umsatz

Die Grundformel ist einfach. Durchschnittlicher Tagespreis mal belegte Nächte ergibt den Logis-Umsatz. Rechnen Sie dazu die Nebenerlöse. Ziehen Sie die Plattformprovisionen ab. So sehen Sie den Netto-Umsatz vor Kosten. Ein Beispiel: 120 Euro pro Nacht. 168 belegte Nächte (24 Wochen). Das sind 20 160 Euro brutto. Provisionen von 15 Prozent ziehen 3 024 Euro ab. Es bleiben 17 136 Euro vor Betriebskosten. Genau so nähern Sie sich Ihrer Kernfrage an: Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung unter Ihren Bedingungen.

Rechenbeispiele aus der Praxis

Theorie ist gut, Zahlen sind besser. Drei Szenarien zeigen die Spannbreite. Sie sind bewusst einfach gehalten. So sehen Sie die Logik. Danach passen Sie die Werte an Ihren Markt an.

Fall 1: Küstenstudio im Norden

Angenommen, Sie bieten ein 35-Quadratmeter-Studio nahe am Strand. Guter Zustand, Balkon, Parkplatz. Der Preis liegt im Sommer bei 150 Euro, sonst bei 90 Euro. Der Schnitt ergibt 115 Euro. Die Auslastung: 26 Wochen dank starker Saison. Das ergibt 20 930 Euro Logis-Umsatz. Plattformprovisionen nehmen 15 Prozent. Es bleiben 17 790 Euro. Reinigung wird separat bezahlt. Betriebskosten, Hausgeld und Energie liegen bei 4 200 Euro im Jahr. Rücklage und Kleinreparaturen: 1 200 Euro. Es bleiben 12 390 Euro vor Zins und Tilgung. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung in dieser Lage? Unter diesen Annahmen ist es eine ordentliche Marge. Doch die Hauptsaison trägt den Löwenanteil. Fällt sie schwach aus, sinkt der Jahreswert spürbar.

Fall 2: City-Apartment für Städtetrips

Ein 50-Quadratmeter-Apartment in einer beliebten Stadt. Business und Kurztrip mischen sich. Der Schnittpreis liegt bei 130 Euro. Die Auslastung pendelt sich bei 220 Nächten ein. Das macht 28 600 Euro. Provisionen von 14 Prozent ziehen 4 004 Euro ab. Netto bleiben 24 596 Euro vor Kosten. Die laufenden Ausgaben sind höher als an der Küste: 6 000 Euro für Hausgeld, Energie, Internet und Versicherung. Rücklage 1 500 Euro. Professionelle Reinigung zwischen den Aufenthalten kostet im Jahr 1 600 Euro, weil Sie viele Kurzaufenthalte haben. Ergebnis: 15 496 Euro vor Zins und Tilgung. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung in der Stadt? Oft mehr, wenn Geschäftsreisen stabil bleiben. Doch Regulierung und Mindestaufenthalte können das Bild ändern.

Fall 3: Berghütte für Familien

Ein 70-Quadratmeter-Häuschen in einem Bergdorf. Viel Platz, Kamin, Blick. Der Schnittpreis liegt wegen der Größe bei 160 Euro. Auslastung 20 Wochen. Umsatz 22 400 Euro. Geringere Provision dank direkter Stammgäste: nur 10 Prozent. Netto 20 160 Euro vor Betriebskosten. Fixkosten sind höher: Heizung, Schneeräumdienst, Zufahrt. Rechnen Sie 6 800 Euro. Rücklage 1 800 Euro. Am Ende bleiben 11 560 Euro. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung in den Bergen? Es hängt stark am Winter. Ohne Schnee sinkt die Buchungslust. Ein gutes Sommerkonzept kann das retten.

Die Kosten, die oft unterschätzt werden

Viele kalkulieren den Umsatz. Die Kosten laufen still mit. Genau hier entscheidet sich die Rendite. Fixkosten fallen auch ohne Gäste an. Das betrifft Hausgeld oder Gemeinschaftskosten, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Internet und Rundfunkbeitrag. Auch die Grundausstattung altert. Matratzen, Wäsche, Geschirr. Setzen Sie dafür eine jährliche Pauschale an. 1 bis 2 Prozent des Kaufpreises als Instandhaltung sind ein guter Startwert.

Variable Kosten wachsen mit jeder Buchung. Reinigung, Wäsche, Verbrauchsmaterial, Zahlkarten-Gebühren. Plattformprovisionen sind prozentual. Sie drücken vor allem bei kurzen Aufenthalten. Dazu kommen Gästesteuer oder Kurtaxe, je nach Ort. Eine smarte Kalkulation weist all das aus und preist es in den Mindestpreis ein. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung hängt stark daran, ob die Fixkosten durch die ersten 10 bis 12 Wochen gedeckt sind. Danach beginnt die Marge zu atmen.

Rücklagen und kleine Notfälle

Ein Wasserkocher brennt durch, die Tür hakt, die Heizung fällt aus. Kleine Notfälle sind normal. Planen Sie sie ein. Eine monatliche Rücklage schützt den Cashflow. So müssen Sie nicht im Hochsommer Gewinne aufzehren. Ihre Gäste spüren das nicht. Aber Ihre Bilanz schon.

Preisstrategie: Dynamik schlägt Starrheit

Der beste Preis ist der, den der Markt heute zahlt. Nicht gestern. Ein dynamisches Pricing passt sich an. An Wochentage, Events, Saison, Buchungsfenster und Auslastung. Es senkt den Preis, wenn der Kalender leer ist. Es steigt, wenn die Nachfrage drückt. Mindestaufenthalte schützen die Marge. Wochenrabatte füllen Lücken. Last-Minute ist ein Werkzeug, kein Reflex. Richtig eingesetzt hebt es den Jahresumsatz. Und es beeinflusst direkt, wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung über das Jahr gesehen.

Vermarktung: Plattformen, Direktbuchungen und Bewertungen

Plattformen sorgen für Sichtbarkeit. Sie kosten Provision, bringen aber Reichweite. Ein eigener Buchungskanal senkt Kosten. Er braucht Pflege, SEO und Vertrauen. Der Mix entscheidet. Wer Stammgäste pflegt, senkt die Abhängigkeit. Bewertungen sind Währung. Jede schnelle Antwort, jede saubere Lösung, jede klare Anleitung zahlt darauf ein. Ein starker Auftritt hebt den Preis. Und hebt damit die Antwort auf die Frage, wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung im realen Wettbewerb.

Steuern und Recht: Was vom Brutto übrig bleibt

Vom Netto-Umsatz gehen Steuern ab. Dazu zählen Einkommensteuer auf den Gewinn. In manchen Fällen Umsatzsteuer, je nach Struktur und Grenze. Die Regeln unterscheiden sich. Holen Sie sich dazu einen steuerlichen Rat. Rechtlich wichtig sind zudem Zweckentfremdungsregeln, Meldepflichten und Brandschutz. Wer hier sauber arbeitet, schützt seine Rendite. Und er vermeidet teure Pausen. Am Ende zählt, was nach allen Abgaben bleibt. Erst das beantwortet ehrlich: Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung unter dem Strich.

Finanzierung und Rendite: Der Hebel entscheidet

Die Rendite misst sich nicht nur am Objekt. Sie misst sich an Ihrem Eigenkapital. Ein Kredit hebelt den Gewinn, aber auch das Risiko. Laut Fewo-Direkt liegen die jährlichen Einnahmen im Schnitt bei drei Prozent des Kaufpreises vor Steuern, wenn ein Kredit im Spiel ist. Kaufen Sie für 300 000 Euro, sind das 9 000 Euro Jahresumsatz vor Kosten. Der Wert wirkt klein. Doch er ist die Basis, nicht das Ende. Mit guter Lage, starker Saison und kluger Preisführung steigen die Zahlen schnell. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung ist deshalb auch eine Frage der Finanzierungskosten. Zinssatz, Tilgung und Zinsbindung formen den Cashflow.

Rechnen Sie konservativ. Was trägt die Immobilie bei fünf Prozent Zins und hoher Energie? Was, wenn die Auslastung 15 Prozent unter Plan liegt? So prüfen Sie die Tragfähigkeit. Steigt Ihr Eigenkapitaleinsatz, sinkt das Risiko. Die Eigenkapitalrendite kann dennoch stark sein, wenn der Marktpreis wächst. Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung rechnet sich dann doppelt: als laufender Cashflow und als stiller Wertzuwachs.

Risiken und Puffer: Schutz für schwache Saisons

Tourismus schwankt. Wetter, Krisen, neue Regeln. Ein starker Puffer ist kein Luxus, sondern Pflicht. Halten Sie drei bis sechs Monatskosten bereit. Arbeiten Sie mit flexiblen Kostenbausteinen. Outsourcing hilft, wenn es skalierbar ist. So sinken die fixen Lasten. Und Sie bleiben handlungsfähig. Ein zweites Standbein in der Vermarktung hilft ebenso. Kombinieren Sie Plattformen mit Direktbuchungen. Dann kippt nicht alles, wenn ein Kanal schwächelt. Auch dadurch sichern Sie ab, wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung in einem schwierigen Jahr.

Professionalität zahlt sich aus

Gäste spüren Qualität. Ein stringenter Prozess spart Zeit und Geld. Digitale Türschlösser, klare Housekeeping-Pläne, einheitliche Standards. Eine kleine Wissensdatenbank für häufige Fragen. Eine freundliche, schnelle Kommunikation. All das steigert Bewertungen. Und Bewertungen steigern den Preis. Am Ende entsteht ein Kreislauf. Qualität bringt Auslastung. Auslastung bringt Planungssicherheit. Planungssicherheit bringt Ruhe in die Kalkulation. So wächst die Zahl, die Sie interessiert.

Break-even, Cashflow und Zeitplan

Setzen Sie eine klare Zielzahl. Ab wie vielen Nächten sind die Fixkosten gedeckt? Ab wann wirft die Wohnung Gewinn ab? Legen Sie diese Schwelle pro Monat fest. Dann sehen Sie Lücken früh. Und Sie reagieren rechtzeitig. Mit Anpassungen beim Preis. Mit Angeboten für längere Aufenthalte. Oder mit Kooperationen vor Ort. Ein transparenter Cashflow-Plan ist Ihr Radar. Er zeigt in Echtzeit, wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung in Ihrem Kalender, nicht auf dem Papier.

Auch der Zeitplan zählt. Die ersten Monate fressen oft mehr Geld. Einrichtung, Fotos, Listung, erste Bewertungen. Rechnen Sie mit einem Anlauf. Wer hier Geduld hat, wird belohnt. Nach 6 bis 12 Monaten steht das Profil. Dann sind die Zahlen belastbar. Und Ihre Entscheidungen werden sicherer.

Fazit: Vom Wunsch zur Zahl

Die zentrale Frage lässt sich seriös beantworten. Sie lautet: Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung. Die Basiswerte geben eine Richtung. Im Schnitt vermieten sich Objekte 24 Wochen im Jahr und bringen 14 000 Euro Umsatz. Das ist ein Startpunkt. Der Rest ist Handwerk. Ihre Lage, Ihr Konzept, Ihre Preise und Ihre Prozesse formen das Ergebnis. Wer die Fixkosten deckelt, die Auslastung steuert und Puffer hält, baut sich einen stabilen Ertrag.

Stellen Sie sich drei letzte Fragen. Erstens: Habe ich einen klaren Plan für Preis und Auslastung, Monat für Monat. Zweitens: Kenne ich alle Kosten, auch die kleinen, die leise sind. Drittens: Bin ich auf ein schwaches Jahr vorbereitet. Wenn Sie das mit Ja beantworten, wächst die Zahl, die zählt. Dann wird die Rechnung plausibel. Und die Antwort auf Wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung fällt zu Ihren Gunsten aus.

Am Ende bleibt ein nüchterner, aber motivierender Satz. Rendite ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis vieler kleiner, richtiger Entscheidungen. Treffen Sie sie konsequent. Dann sehen Sie, wie viel Geld macht man mit einer Ferienwohnung – in Ihrer Realität, mit Ihren Stärken, in Ihrem Markt.

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